Stromversorger
Bekanntlich will ja niemand schuld daran sein, dass die Strompreise in den letzten Jahren immer wieder gestiegen sind und sich das voraussichtlich in Zukunft auch nicht ändern wird. Da man niemanden wirklich zur Rechenschaft ziehen kann bleibt nur ein Ausweg aus dem Strompreiskarussell - der Wechsel des Stromanbieters. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit können 50 Prozent der Privathaushalte in Deutschland Ihre Strompreise um bis zu 300 EUR pro Jahr reduzieren, einzig und allein durch einen Wechsel ihres Stromanbieters. Zwar ist der Wechsel sehr einfach und mit beinahe gar keinem Arbeitsaufwand verbunden, aber dennoch sollte Obacht gegeben werden.
Der einst starre Wechselmarkt wird durch die immer höher ansteigenden Strompreise mehr und mehr in Bewegung gebracht. Der Verband der Elektrizitätswirtschaft (kurz VDEW) teilt mit, dass bis Mitte 2007 bereits 49 Prozent der Haushalte ihren Stromversorger oder zumindest ihren Stromtarif gewechselt haben, wobei der Teil der Verbraucher, welche tatsächlich ihren Anbieter gewechselt haben bei nur etwa zehn Prozent liegt, die restlichen Verbraucher sind zwar zu einem günstigeren Tarif gewechselt, aber bei ihrem ursprünglichen Stromanbieter geblieben.
Aber wie genau geht der Wechsel des Stromanbieters vonstatten?
Vorab zunächst einmal zur Beruhigung aller, die im Hinterkopf die Angst sitzen haben plötzlich für eine gewissen - wenn auch kurze - Zeit völlig ohne Strom auskommen zu müssen, wenn der Anbieter gewechselt wird: Eine zuverlässige Stromversorgung mit Strom ist zu jedem Zeitpunkt garantiert, da der Grundversorger zur Belieferung mit Strom gesetzlich verpflichtet ist. Insofern bleiben alle Leitungen und Stromzähler nach einem Wechsel in Besitz des Netzbetreibers.
Der Zählerstand wird von dem lokalen Stromversorger oder von dem neuen Stromanbieter abgelesen und für alle eventuellen Wartungsarbeiten ist nach wie vor der Netzbetreiber (in den meisten Fällen die Stadtwerke) verantwortlich. Der Stromzähler muss bei dem Wechsel des Stromanbieters nicht ausgetauscht werden.
Der Wechsel des Stromanbieters kann entweder telefonisch, schriftlich (per Post oder Fax) oder auch über das Internet beantragt werden. Nachdem die Zählernummer, der Zählerstand und der Name des örtlichen Versorgers (sowie Kundennummer bei diesem) an den neuen Stromversorger weitergeleitet wurde muss lediglich abgeklärt werden an welchem Tag der Wechsel genau vonstatten gehen soll. Die Kündigung des alten Stromversorgervertrages ist nicht notwendig, alle Formalitäten werden von dem neuen Stromanbieter vorgenommen.
Bares Geld kann also einfach durch Kontaktierung des neuen, günstigeren Stromanbieters und die Übermittlung der notwendigen Informationen vonstatten gehen, von der Umstellung von dem einen Stromversorger auf den anderen bekommt der Kunde nichts mit, der Übergang erfolgt fließend.
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- Was muss ich beim Wechsel beachten?Bei einem Wechsel sollten Sie vor allem darauf achten, dass der neu gewählte Tarif Ihren Wünschen entspricht (Gibt es eine Preisgarantie? Zahle ich monatlich oder jährlich, im Voraus oder später? Liefert der Anbieter Ökostrom oder konventionell erzeugten Strom?). Zu welchem Zeitpunkt Sie wechseln können, ist von Ihrem aktuellen Liefervertrag abhängig. Sofern Sie keinen Vertrag mit fester Laufzeit (von beispielsweise 12 Monaten) abgeschlossen haben, kann ein Wechsel jederzeit und in der Regel innerhalb von 6 bis 10 Wochen vollzogen werden. Die Kündigung Ihres alten Versorgers übernimmt Ihr neuer Anbieter. Sie müssen Ihrem bisherigen Stromanbieter nur dann selbst kündigen, wenn Sie in Folge einer Preiserhöhung von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen oder wenn Ihr laufender Vertrag in Kürze gekündigt werden muss, damit sich dieser nicht wieder um die nächste Vertragslaufzeit verlängert.
- Kann jeder Verbraucher den Stromanbieter wechseln?Jeder Verbraucher, der über einen eigenen Stromzähler verfügt, kann den Stromanbieter wechseln, sofern er sich in einem kündbaren Vertrag befindet. Eine Ausnahme besteht, wenn Sie Ihren Strombezug über Ihren Vermieter abrechnen, und nicht selbst einen Vertrag mit dem Stromunternehmen haben. In diesem Fall können Sie ihren Vermieter auf die Möglichkeit des Anbieterwechsels aufmerksam machen. Einschränkungen gibt es für Verbraucher mit Zweitarifzähler, z. B. für Nachtspeicherheizungen oder Wärmepumpen. In der Regel gibt es hierfür nur Angebote vom jeweiligen Grundversorger und keine preiswerten Alternativen.
- Auf welcher Grundlage wird der Strom-Preisvergleich durchgeführt?TopTarif ist ein Tarifvergleichsportal und arbeitet im Dienste der Verbraucher. Wir bemühen uns, alle Tarife und Angebote für Sie leicht und verständlich zu machen, so dass Sie nicht viel Zeit verschwenden müssen. Auch ist es unsere Aufgabe, mehr Transparenz in den Energiemarkt zu bringen. Unsere Datenbank umfasst über 7000 Tarife und rund 900 Stromanbieter und wird täglich, in Zusammenarbeit mit den Stromanbietern, aktualisiert.
- Wie wechsle ich den Stromversorger?Nachdem Sie einen geeigneten Tarif ausgewählt haben, können Sie entscheiden, ob Sie den Antrag direkt online stellen, unser Kundenserviceteam über die kostenlose Hotline (0800 - 10 30 49 810) kontaktieren, um den Antrag telefonisch zu stellen oder die entsprechenden Wechselunterlagen ausdrucken, ausfüllen und zurücksenden. Haben wir den von Ihnen ausgefüllten Wechselvertrag erhalten, übermitteln wir den Antrag nach der Prüfung, an den gewählten Stromanbieter. Die Auftragsbestätigung geht Ihnen vom neuen Anbieter i.d.R. binnen der nächsten Tage zu. Ihr neuer Versorger kündigt Ihren bisherigen Stromversorger und teilt Ihnen den Lieferbeginn mit.
- Was ändert sich durch einen Stromanbieterwechsel?Bei einem Wechsel gehen Sie mit einem anderen Anbieter einen Vertrag ein. Damit ändern sich Konditionen und Preise der Stromlieferung. Die Zählerstände werden i.d.R. weiterhin auf gewohntem Wege abgelesen. Sie bleiben im Besitz des Mieters und der Netzbetreiber bleibt weiterhin der Eigentümer des Zählers. Der Gesetzgeber schreibt eine lückenlose Versorgung mit Strom vor, so dass es zu keinem Zeitpunkt des Wechsels zu einer Unterbrechung kommen wird.

